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Deutsche Waldjugend


Anschrift:
Deutsche Waldjugend e.V.
Auf dem Hohenstein 3
58675 Hemer

Telefon:     +49 (0)2372 660849
Telefax:     +49 (0)2372 62361
E-Mail:     geschaeftsstelle@waldjugend.de
Internet:     www.waldjugend.de
   
Spendenkonto:
Bank:     Sparkasse Hohenwestedt
BLZ:     214 520 30
Konto:     4200



Wald ist Zukunft – Wir pflanzen sie!

Umweltschutz braucht viele Hände, aktive noch dazu. Als Jugendnaturschutzverband leisten wir bereits seit über 50 Jahren mehr als „nur drüber zu reden“ – wir helfen dem Wald, nachhaltig. Mit unseren Aktivitäten in über 400 Ortsgruppen wecken wir bei unseren Mitgliedern Verständnis für die Vorgänge in der Natur wie auch die Notwendigkeit rücksichtsvoll mit ihr umzugehen.


Dass Natur und Umwelt krank sind, weiß inzwischen jeder. Wir wollen aber nicht tatenlos zusehen, sondern mit phantasievollen und kreativen Aktionen aufklären und selbst für die bedrohte Umwelt eintreten. Unser vorrangiges Ziel ist eine lebenswerte Zukunft. Das Ökosystem Wald spielt hierin eine äußerst wichtige Rolle – der Klimawandel ist nur mit intakten Wäldern zu stoppen. Daher ist uns das Wecken von Verständnis für die Vorgänge in der Natur und die Notwendigkeit rücksichtsvoll mit ihr umzugehen besonders wichtig.

Deutsche Waldjugend  - Naturschutz braucht viele Hände
© Deutsche Waldjugend
Auf wöchentlich stattfindenden örtlichen Gruppenstunden gehen wir in Wald und Flur und forschen mit viel Begeisterung nach seltenen Tieren, legen Teiche und Hecken an, pflegen Waldränder und Obstwiesen oder analysieren die Verschmutzung der Bäche.
Logisch, dass wir bei unseren Aktionen eine Menge lernen. Spielerisch, anschaulich und lebendig. Denn draußen in der Natur sehen wir Tiere und Pflanzen aus der Nähe, beobachten ihre Lebensweise und erfahren ihre Bedeutung für eine vielgestaltige und gesunde Umwelt.

Besonders wichtig ist uns als junge Menschen mit unterschiedlichen Ideen und Ansichten die Gemeinschaft in der Gruppe. Sie erfordert Toleranz und Interesse für die Anderen und bietet gemeinsames Erleben. Jeder packt mit an, denn gemeinsam kann man viel mehr erreichen. Es macht Spaß mit anderen neues auszuprobieren und der Umwelt zu helfen.
Selbstständigkeit und Verantwortung zu übernehmen erlernen bei uns nicht nur die Gruppenmitglieder sondern auch die jungen Erwachsenen, die diese als Gruppenleiter anleiten. Eine stetige und nachhaltige Wissensweitergabe von Jugendlichen an Jugendliche ohne eine Bevormundung durch Erwachsene hilft der Motivation und dem Engagement erheblich.

Deutsche Waldjugend  - Gemeinsames Lagerleben
© Deutsche Waldjugend
Singen, musizieren, Theater spielen und Geschichten erzählen gehört für uns genauso zur Waldjugend, wie gemütliche Hüttenabende und Zeltlager. Jede Ortsgruppe hat zudem ihren ‚eigenen‘ Patenforst. Wir betreuen selbstständig und in Absprache mit dem örtlichen Revierförster "unseren" Wald.
Für alle, die es dann ganz genau wissen wollen, machen wir Seminare, besuchen Naturschutzgebiete, technische Anlagen (z.B. Windräder, Kläranlagen) und diskutieren uns mit Fachleuten die Köpfe heiß.Dass wir uns dabei kein X für ein U vormachen lassen und kritisch nachfragen, das versteht sich von selbst.
Das schönste aber ist es, in den Ferien auf Fahrt zu gehen. Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad und der Bahn, ob ferne Länder oder ganz in der Nähe bei einer befreundeten Gruppe: Es gibt viel zu erleben, tolle Eindrücke und neue Freunde zu gewinnen.

Nachhaltiger praktischer Naturschutz
Einer unserer Schwerpunkte liegt in Aufforstungsarbeiten. Nicht nur, um den Wald nach Sturmschäden wie z.B. durch den Orkan Kyrill im Januar 2007 verursacht, bei der Regeneration zu unterstützen, sondern auch um mehr Waldflächen entstehen zu lassen. Daher pflanzen wir, Kinder und Jugendliche der Waldjugend, jährlich viele tausend neue Bäume, ob öffentlichkeitswirksam zum Tag des Baumes im April, oder eher unbeachtet während unserer Gruppenstunden oder lokaler Forsteinsatzwochenenden. Waldvermehrung und Bestandsschutz waren bereits Ziele der Gründung der Deutschen Waldjugend vor über 50 Jahren.

Deutsche Waldjugend  - Neuwaldbildung durch die Waldjugend
© Deutsche Waldjugend

Hervorgegangen und initiiert wurde die Deutsche Waldjugend von Mitgliedern der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), der ersten Bürgerinitiative nach dem Zweiten Weltkrieg, welche Kriegsschäden und Abholzung aufgrund von Wiedergutmachungszahlungen durch Wiederaufforstungen kompensieren wollte. Als Jugendorganisation der SDW waren die Mitglieder der Waldjugend an den Aufforstungsarbeiten maßgeblich beteiligt und haben die Verantwortung, auch lange nachdem von einstigen Kahlschlägen nichts mehr zu sehen ist, nicht vergessen.
Heutzutage gehören zu den regelmäßigen Aufgaben in den Gruppen neben Aufforstungen und z.T. anschließende Läuterungen, das Betreuen von Streuobst- oder Orchideenwiesen und Kartierungen (von z.B. Spechthöhlen), das Betreuen und Reinigen von Nistkästen und natürlich das lästige Müllsammeln, besonders in den Wäldern nahe von Städten.
Bei einer Gruppenstärke von durchschnittlich 10 Personen werden so jährlich über 500 Arbeitsstunden in Wald und Flur pro Gruppe geleistet.

Wald im Blickfeld der Generationen
Deutsche Waldjugend  - Aufforstung zum Tag des Baumes
© Deutsche Waldjugend
Der anstehende Klimawandel lässt nicht nur Politiker von möglichen Auswirkungen und Generationenverantwortung reden, er macht Wald zu einem Gut wichtiger denn je. Jeder Baum in Europa verbraucht dabei täglich durchschnittlich 6 kg CO2 und hilft somit die von uns verursachten Einträge in die Natur zu verringern. Daher sehen wir unsere Aufforstungsarbeiten auch als (wenn auch kleiner) Teil des weltweiten Kampfes gegen den Klimawandel. Die Folgen von einerseits weltweit stetig wachsenden Emissionen und andererseits schrumpfenden Wäldern lässt die Waldläufer häufig grübeln. Aufgrund des jungen Alters unserer Mitglieder steht die Chance gut die Auswirkungen des Klimawandels im größeren Umfang mitzuerleben als viele ihrer Mitmenschen.
Die Notwendigkeit selbst aktiv zu werden, auch wenn es „nur“ in Deutschland ist, einem Land, dessen Emissionen derzeit rückläufig sind und auch dessen Wälder nicht in großem Maße abgeholzt werden, wird von uns seit jeher vermittelt. Deshalb veranlassen und beteiligen wir uns regelmäßig an vielen lokalen und überregionalen Pflanzaktionen. Ein gelungenes Beispiel sind die von uns initiierten und gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald seit 2004 jährlich stattfindenden Pflanzungen zum Tag des Baumes in Schleswig-Holstein. Mehrere Tausend Bäume werden jedes Jahr von hunderten Teilnehmern in die Erde gebracht.
Unsere Mitglieder können häufig vor Ort Auswirkungen ihres und unseres Handelns erkennen. Positive, wie die Vermehrung fast verdrängter Tiere (z.B. Wölfe, Seeadler) aber auch negative, wie z.B. Borkenkäferplagen aufgrund klimatischer Extreme (zuletzt 2003/2004) lassen sie Freude und Besorgnis spüren. Der Schutz der Artenvielfalt ist uns daher ein besonderes Anliegen.

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