Initiative Schuldnerbegleitung
Initiative Schuldnerbegleitung e.V.
Hannoversche Straße 30 D
29221 Celle
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| E-Mail: | info@schuldnerbegleitung.de | ||
| Internet: | www.schuldnerbegleitung.de | ||
| Spendenkonto: | |||
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| BLZ: | 520 604 10 | ||
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reTurn - Rückkehr zur Sicherheit
Die »Initiative Schuldnerbegleitung e. V.« begleitet finanziell ins Trudeln geratene Selbständige und Privatpersonen auf dem Weg der wirtschaftlichen Sanierung. Die klassische Insolvenz soll möglichst vermieden werden, denn die Betroffenen sollen lernen, ihre finanziellen Belange eigenverantwortlich sinnvoll zu planen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die präventive Arbeit mit jungen Erwachsenen.
Initiative Schuldnerbegleitung e.V. – Die Vergangenheit

- © Initiative Schuldnerbegleitung
In der Öffentlichkeit tritt die Initiative unter dem Namen
»reTurn – Rückkehr zur Sicherheit« auf.
Im Mittelpunkt unserer Hilfe steht der Mensch. Unsere Unterstützung umfasst deshalb nicht nur den unternehmerischen und finanziellen, sondern auch den privaten, sozialen und emotionalen Lebensbereich des Betroffenen.
Von dem ganzheitlichen Krisenmanagement profitieren Schuldner, Gläubiger und die Allgemeinheit gleichermaßen.
Die »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« wurde vor über sieben Jahren, im März 2002, als Stiftungsinitiative von Uwe Rimpo gegründet. Sie ist als gemeinnützig und mildtätig anerkannt und finanziert sich überwiegend aus Spenden und Zuwendungen von Sponsoren.
Mit dem innovativen Konzept einer ganzheitlichen Schuldnerbegleitung belegte der Gründer im bundesweiten Wettbewerb »startsocial« im Jahre 2001 den dritten Platz in der Region Hamburg und wurde mehrere Monate durch McKinsey-Berater unterstützt.

- © Initiative Schuldnerbegleitung
Seit der Gründung sind rd. 150 Kleinunternehmer und Privatschuldner betreut worden, wobei in etwa zwei Dritteln der Fälle erfolgreich eine Insolvenz vermeiden konnten. Als besonders bemerkenswert und nicht ohne Stolz kann dabei herausgestrichen werden, das bislang unter der Begleitung der »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« etwa zwanzig junge Erwachsene ihre Schulden ausgleichen und etwa fünfzig Betriebe erfolgreich in den wirtschaftlichen Kreislauf zurückgeführt werden konnten.
Initiative Schuldnerbegleitung e.V. – Die Gegenwart
Die »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« verfolgt bei der Betreuung Betroffener einen Ansatz, der über die bloße Behandlung wirtschaftlicher Unzulänglichkeiten hinausgeht.Durch das Einbeziehen des sozialen und familiären Umfeldes in den Regulierungs- und Aufarbeitungsprozess werden Konflikte vermieden, die ansonsten nicht selten etwa zur sozialen Ächtung oder zum Zusammenbruch von Familien führen.
Ein Schwerpunkt, der bei der Betreuung über die Bereinigung der finanziellen Situation hinaus eine wesentliche Rolle spielt, ist die Erkenntnis der eigenen Verantwortung. Für viele Schuldner ist eine Insolvenz nichts weiter als ein einfacher Weg aus einer Situation, die sie letztlich durch ihre eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten verursacht haben. Diese »leichte« Hintertür soll in der Arbeit der »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« nach Möglichkeit vermieden werden. Betroffene sollen sich zu ihrer wirtschaftlichen Verantwortlichkeit bekennen und nach individueller Möglichkeit für verursachte Schäden einstehen.
Die operativen Tätigkeitsfelder der »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« lassen sich dabei in drei Kategorien gliedern: Überschuldete Klein- und Kleinstunternehmen, überschuldete Privatpersonen und präventive Maßnahmen, vornehmlich in der Arbeit mit jungen Erwachsenen.
Kleinunternehmen
Bei Unternehmen, die finanziell ins Trudeln geraten sind, legt die »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« mit Vorrang Wert auf die Bewahrung im Geschäftsverlauf gewonnener und gewachsener Ressourcen. Dazu zählen die Geschäftsverbindungen zu anderen Unternehmen und Einrichtungen, sowohl für Materialbeschaffung wie für regelmäßige Aufträge.
Wenigstens ebenso wichtig sind bestehende Arbeitsplätze, die nach Möglichkeit erhalten werden sollen. Hier ist besonderes Augenmerk zu legen auf den Erhalt des gegenseitigen Vertrauensverhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern.
Die Betreuung von Kleinunternehmen soll auch die öffentliche Hand nach Möglichkeit entlasten. Ein Unternehmen, das nicht in die Insolvenz geht, erspart dem Steuerzahler erhebliche direkte und indirekte Kosten. Überdies ist ein saniertes Unternehmen selber wieder durch die ordentliche Abführung von Steuern und Abgaben aktives Bestandteil der sozialen Gemeinschaft.
Gerade in Kleinunternehmen ist es beinahe schon die Regel, das völlig unbesehen der Kompetenz in dem jeweiligen Fachgebiet Erfahrungs- und Kenntnisdefizite in den kaufmännischen Bereichen wie Buchführung, Material- und Personalwirtschaft usw. vorherrschen. Vielen Unternehmern fehlen Erfahrung und Fachwissen, um drohende Zahlungsschwierigkeiten schon im Vorfeld erkennen zu können. Ein typisches Verhalten ist es dann, bei aufkommenden Schwierigkeiten den Kopf in den Sand zu stecken, anstatt kaufmännisch sinnvolle Maßnahmen zur Unternehmensrettung in die Wege zu leiten.
Die »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« übernimmt, abhängig von der Situation des Einzelfalls, das komplette Krisenmanagement. Der betroffenen Kleinunternehmer profitiert hier zweifach: Er kann sich entspannen, weil ihm aktiv die Last von den Schultern genommen wird und - wichtig für die Zukunft - er erkennt die unternehmerischen Fehler, die verantwortlich waren für die kritische Situation und lernt daraus, wie er sich später besser verhält.
Privatpersonen
Kern der Begleitung von Privatpersonen durch die »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« ist natürlich die Sicherstellung der finanziellen Grundsicherung. Natürlich soll der Betroffene sein Leben würdig fortsetzen können – das gilt umso mehr, wenn es sich nicht nur um eine Einzelperson handelt, sondern um den Kopf einer (womöglich vielköpfigen) Familie.
Aber auch bei Privatpersonen geht die Betreuung deutlich über das hinaus, was bei der Behandlung insolventer Personen üblicherweise die Tagesordnung ist. Gewöhnlich wird das soziale Umfeld dabei völlig außer Acht gelassen, was nicht selten Folgeschäden verursacht, die weit über das finanzielle hinausgehen: Die bedrückende Bandbreite reicht hier von schweren familiären Spannungen über zerbrechende Partnerschaften und Familien bis hin zu Suiziden.
Die »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« begleitet die Betroffenen auf ihrem Weg der Entschuldung - »Begleitung« ist hier im besten Sinne zu verstehen: Vielfach sind die Betroffenen aus den verschiedensten Gründen nur sehr mangelhaft mit dem Umgang mit den verfügbaren Geldmitteln vertraut. Häufig werden gemachte Schulden mit einem Schulterzucken abgetan, »Schuld« (aus der sich der Begriff »Schulden« ableitet) ignoriert.
Es gilt in solchen Fällen, die Betroffenen nicht nur auf ein tragfähiges wirtschaftliches Fundament zu stellen, sondern auch die dafür notwendige soziale Verantwortung zu etablieren.
Eine Entschuldung qua Gericht nach einer bestimmten Periode sog. »Wohlverhaltens« trägt nur sehr unzulänglich dazu bei, bei den Personen ein Bewusstsein für ihre individuelle Wirtschaftsverantwortung zu entwickeln, im Gegenteil: Privatinsolvenz wird, gerade bei ansteigender Häufigkeit in der Gesellschaft, zu einer Art »Du kommst aus dem Gefängnis frei«-Karte, ein einfacher, moralisch anspruchsloser Weg aus mehr oder weniger selbstverursachten, persönlichen Wirtschaftskrisen.
Nach Möglichkeit sollen auch Privatschuldner nicht den Gang durch die Privatinsolvenz gehen, wenn sie durch die »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« betreut werden. Hier wird nicht der bequeme, einfache, von »oben« legitimierte Weg der Privatinsolvenz gegangen, sondern nach individuellen Möglichkeiten versucht, gemachte Schulden auszugleichen und für eigene Fehler einzustehen. Dieser Prozess bewirkt nicht nur die rein finanzielle Sanierung, sondern hat darüber hinaus unschätzbare, pädagogische Effekte. Die Betreuten lernen, dass sie verantwortliche Mitglieder in einer wirtschaftlichen Gesellschaft sind, die nach bestimmten Regeln funktioniert. Und nur, wenn diese Regeln von allen Seiten befolgt werden, können auch alle Seiten davon profitieren.
Bei der Begleitung erlebt der Betroffene, wie sich planvolles wirtschaftliches Handeln auswirkt, wie man überhaupt »planvoll und wirtschaftlich« mit den verfügbaren Ressourcen umgeht, um damit auf eigenen Füssen zu stehen. Erfahrungsgemäß entwickeln sich Personen, denen ihre soziale Verantwortlichkeit auf diese Weise vorgelebt und beigebracht wird, zu verlässlicheren Wirtschaftspartnern als auf herkömmlichem Wege. Überdies wird auf diese Weise ein Lösung herbeigeführt, die sowohl für Schuldner, Gläubiger, wie auch die Allgemeinheit das wirtschaftliche Optimum darstellt.
Präventivmassnahmen
Die Sicht auf wirtschaftliche Schulden macht gerade einen bedenklichen Wandel durch. Die älteren Generationen sehen Schulden als eine Frage der persönlichen Ehre, ihre Begleichung somit weniger als einen wirtschaftlichen Vorgang als vielmehr als ein Ehrensache. Eine Verschuldung, eine Überschuldung gar stellte ein Situation dar, die nicht normal war und daher abgestellt werden muss.
Heutigentags ist eher der Zustand der Verschuldung normal. Die moralische Verpflichtung, Ausstände wieder ausgleichen zu müssen, tritt zunehmend in den Hintergrund. Verfügbare Mittel werden, insbesondere in finanziell angespannten Sphären, ungern verwendet, um Schulden abzubauen. Es ist heutzutage nicht ungewöhnlich, Personen anzutreffen, die in der zweiten Generation in überschuldeten Verhältnissen leben und die niemals Gründe erlebten, die das Haushalten notwendig machen.
Selbst unter »normalen« Verhältnissen ist ein gewisser Wandel zu beobachten, der in erster Linie durch die gezielte Bewerbung junger Menschen gefördert wird. Vielfach wird der Grundstein zu einer Schuldnerkarriere gelegt, weil junge Erwachsene die notwendigen Mittel nicht oder nur mangelhaft einschätzen können, wenn sie versuchen, »auf eigenen Beinen« zu stehen. Die Verführungen der Unterhaltungsindustrie sind häufig zu verlockend, die wirtschaftliche Kompetenz noch nicht ausgebildet genug, um sicher zwischen wichtigen und unwichtigen Ausgaben unterscheiden zu können.
Die »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« arbeitet hier mit den örtlichen Schulen und dort mit jungen Erwachsenen zusammen, die unmittelbar vor der Abnabelung vom elterlichen zuhause stehen. In derzeit vier Unterrichtsstunden werden die Schulklassen mit offensichtlichen und versteckten Kostenfallen vertraut gemacht und können zum Abschluss einen sog. »Finanzführerschein« machen.
Initiative Schuldnerbegleitung e.V. – Die Zukunft
Seit der Gründung der »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« hat sich unzweifelhaft herausgestellt, das ein solches Angebot von den Betroffenen sehr stark nachgefragt wird. Auch die zuständigen öffentlichen Stellen sind dankbar für spürbare Entlastungen.Stiftungsinitiative
Der Gründung der »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« lag von Anfang an die Idee einer Stiftung zugrunde. Langfristig wird diese Rechtsform angestrebt.
Expansion vor Ort
Die Frage nach der Zukunft kann also in erster Linie mit »Expansion« beantwortet werden. Vergrößern soll sich hier zum einen die derzeit existierende Einrichtung in personeller und, damit verbunden, in räumlicher Form. Mehr Mitarbeiter können mehr Fälle in kürzerer Zeit begleiten.
Expansion überregional Bei der Erweiterung der »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« spielt selbstverständlich auch der regionale Gedanke eine große Rolle. Bislang ist das Einzugsgebiet, in dem geholfen werden kann, auf die unmittelbare Umgebung des Sitzes der Einrichtung beschränkt.
Synergien Es gibt hierzulande zahlreiche Organisationen, die mehr oder weniger mit der Klientel interferieren, die die »Initiative Schuldnerbegleitung e.V.« betreut. Auf mittlere Sicht ist es wünschenswert, eine Vernetzung solcher Angebote zu etablieren.




